Der Ertrag aus dem Anbau von Gemüse, Obst und Kräuter dient unserer Ernährung und der Verköstigung der Mitgestalter. Diese Tätigkeit transzendiert die ökonomische Dimension des „sich lohnen“
Der sinngebende Aspekt der eigenhändigen Befriedigung dieses Grundbedürfnisses wird darin sichtbar.
Unsere an Vollwert angelehnte Ernährung, wird durch die umfangreichen hauswirtschaftlichen Kreationen vollendet.
Die Vorratshaltung teilt sich auf in sofortiger Haltbarmachung, vorerst und späterem Einkochen je nach Aufwand und Bedarf.
Z. B.
Früchte, Obst und ein Teil des Gemüses werden eingefroren, eingesäuert, getrocknet; Kartoffeln eingekellert; Möhren und Rote Beete eingesandet; Kohlköpfe mit Wurzelballen in großen Behältern mit feuchtem Laub zur späteren weiter Verarbeitung eingekellert.
Auf mehreren Hundert Quadratmetern bauen wir Gemüse, Obst, Heilkräuter und Stauden an.
Selbstverständlich verwenden wir keine Gifte, Kunstdünger ect, beachten die Fruchtfolge, Mischkulturen usw...usw...Das Bodenleben fördern wir durch schonende Bearbeitung, aufwendige Kompostwirschaft und viel Bodenbedeckung.
Wir folgen keinen bestimmten Anbaumethoden. Viel mehr ist hier aus vielseitigsten Einflüssen (erste Bioriege aus der Lebensreform, bio-org, Permakultur) und den eigenen jahrzehntelangen Erfahrung ein eigener Pfad entstanden. Dieser ist nicht starr und dogmatisch, sondern experimentierfreudig und in ständiger Entwicklung begriffen.
Unsere Ziegen und Pferde beweiden schonend das biotopische Grünland auf dem Südhang. Die Kräuter sind extrem wichtig für die Verdauung der Vierbeiner. Eine gut durchdachte Weidewirtschaft bietet genügend Bewegung und frische Weideflächen.
Schon seit Jahrzenten bleibt der Tierarzt dadurch fern.
Die Pferde genießen ihr Pferdeleben bei dem ich sie unterstütze, in dem ich IHRE Sprache nach Sharon Wilsie erlernt habe. Trageschwäche gleichen wir mit verschiedener Trainingsmethoden aus.
Die Glucken ziehen ihre Brut selbst auf. Wir verwenden Futter, welches wir aus Kräuter, sowie Brennnessel und Gemüse zubereiten. Das Biogetreide beziehen wir von einem ortsansässigen Landwirt.
Im offenen Gelände am Ortsrand können die Hühner wegen Raubtierdruck nicht frei laufen. Sie werden jedoch in einem mobilen Stall mit großem Wanderauslauf gehalten.
Auf einem Mittelgebirge in einer Kalttallage ist der Anbau von wärmeliebeenden Kulturen nicht einfach. Zur Schaffung eines Microklimas ist daher die Große Sonnenfalle entstanden. Rundrumwindschutz aus Fensterflügeln und Leitplanken und die Speicherwand aus Feldstein prägen das Bild.
Auf den Hügel- und Stuffenbeeten fühlen sich Weinreben, Tomaten, Gurken und Melonen wohl.
Das Gebilde ist noch lange nicht fertig und kann mit weiteren Elementen bereichert werden.
Auf dem Südhang, außerhalb des Dorfes liegt ein 3 ha großes Gelände. Vor über einem Jahrzehnt war es ein vergifteter Maisacker in Dauermonokultur. Nach einer natürlichen Gesundung ist es heute ein extrem artenreiches Grünlandareal mit Walnusspflanzungen. Kräuter, Wildstauden, enorme Vielfalt an Gräserarten, Espe und Weide machen es zu einem besonderen Biotop. Dieses wird schonend abgeweidet.